DIE GRÜNDUNG DES SEIDENHAUSES
Die
Firma Seidenhaus wurde 1993 gegründet, ursprünglich unter dem Namen
GrünKultur. Als bekennende Quilterin kam ich bei zahlreichen
Indienaufenthalten mit
Seide in Berührung. Ich stellte fest, dass gerade die Dupionseide, auch
Roh- oder Wildseide genannt, hervorragend zum Patchen und Quilten
geeignet ist. 1993 begann ich den Import. Die ersten 10 Farben brachte
ich noch in 5 m Ballen im Koffer mit.
Allerdings hatte ich nur bunte Farben gekauft. Also ließ ich mir Braun-
und Grautöne, sowie Schwarz und Weiß schicken. Damit begann ein mit
Überraschungen gespickter Prozess, der mit dem Import von Waren nach
Deutschland verbunden ist. Nach etwa 4 Jahren funktionierte der Import
endlich so, wie ich ihn
brauchte, zuverlässig und schnell. Ich kannte mich in Zollbestimmungen
aus, wurde Expertin in Auslandsüberweisungen, flog zweimal im Jahr nach
Indien, um mit meinem Partner die Bestellung und Lieferung zu
optimieren.
Inzwischen hatte ich das Programm auf etwa 80 Farben erweitert. Diese Farben unterteilen sich in 10 Farbgruppen mit jeweils 6-12 Einzelfarbtönen in feiner Abstufung.
Der Vertrieb findet überwiegend auf Messen und per Versand statt. Daher war auch ein Umzug von Frankfurt nach SüdOstOberBayern kein Problem, denn der Versand kann auch von hier aus erfolgen. Lediglich die Anfahrten zu manchen Fachmessen sind weiter geworden.
DAS SEIDENHAUS ERWEITERT SEINE PRODUKTPALETTE
Auf
immer häufigere Anfragen, woher die schönen Kleider und Anzüge, die
ich trage, stammen, erweiterte ich die Produktpalette um eben diese für
Indien typischen Salwar Kameez. Diese gibt es in Standartgrößen und
-schnitten, können aber auch individuell angefertigt werden.Hinzu kam
sehr schnell der Import Indischer Baumwolle vom Handwebstuhl.
Sie ist, ähnlich wie die Seide, mit zwei unterschiedlichen Farben in
Kette und Schuss gewebt, changiert dadurch, hat aber nicht den für
Seide typischen Glanz. Sie ist zum Patchen und vor allem zum
Handquilten hervorragend geeignet, da sie leicht und nicht sperrig ist.
Bei der Baumwolle sind noch mehr Farbnuancen lieferbar, als bei der
Seide.
Die Reisen nach Indien haben sich auf eine im Jahr reduziert. Sie wird dazu genutzt neue Farben auszuwählen und vor allen Dingen, Besonderheiten zu finden und mitzubringen. Hierzu zählen Spiegelchen, bereits umstochene Spiegelchen, Soutachegarn, Baumwollschals zum Tragen oder Dekorieren, traditioneller Silberschmuck, Schmuck aus besonderen Halbedelsteinen, Quästchen aus Seidengarn und vieles mehr.
SCHULUNGEN IM SEIDENHAUS
Der im neuen Haus realisierte Verkaufsraum wird auch für Schulungen im
Patchworkbereich genutzt. Alle 3 Wochen findet hier ein Arbeitstreffen
für interessierte Quilterinnen und solche, die es werden möchten,
statt. Daraus entstand die Gruppe “Special Edition”.



